An dieser Stelle möchten wir gerne mal ein paar Worte zum Thema Preisgestaltung in Fahrschulen schreiben.

Natürlich bleiben auch wir nicht verschont vom Fieber der Tiefpreissuche und somit muss der Führerschein am Liebsten für wenig Geld, innerhalb kürzester Zeit in der Tasche sein. Und wie es der Markt scheinbar verlangt, so positionieren sich viele Fahrschulen in der heutigen Zeit und präsentieren sich als uneinholbare Tiefpreisgaranten, die einen Führerschein für wenig Geld innerhalb kürzester Zeit an den Kunden bringen können. Grundgebühren weit unter 100,-€, geschenkte Lernsoftware, neueste Fahrzeuge und Fahrstunden zum Discountpreis, hypermotivierte Fahrlehrer und ein scheinbar unerreichbarer Service sollen motivieren dort Kunde zu werden. Das Muster ist immer wieder gleich: Man gibt sich mit dem äußerlichen Erscheinungsbild richtig viel Mühe. Da werden Internet-Auftritte mit imposanten, aber leider offensichtlich schlecht in Photoshop zusammen gebastelten Bildern eines zum Beispiel schlicht nicht vorhandenen Fuhrparks zur Schau gestellt und die Kundschaft im Vorfeld schon mit falschen Tatsachen für dumm verkauft. Aber ist der Fahrschüler von heute echt so leicht beeinflussbar? Eigentlich nicht…nein! Die wirkliche Unzufriedenheit bemerkt der Sparer leider erst, wenn es dann nicht mehr wie besprochen läuft. Die Anzahl der Fahrstunden wird plötzlich deutlich höher als im Anmelde-Gespräch besprochen, abendliche Unterrichte sind sensationell inhaltslos und langweilig oder werden gar nicht erst abgehalten, die Prüfung wird mehrfach aus seltsamsten Gründen verschoben, der beworbene Zeitplan wird nicht eingehalten und im ungünstigsten Fall wird die praktische Prüfung nicht sofort bestanden. Den Fehler im System sucht der Fahrschüler dann leider viel zu häufig bei sich selbst und denkt er sei selbst Schuld. Echt jetzt!?

Die Praxis zeigt uns immer wieder das gleiche Bild. Unzufriedene Fahrschüler, die zu uns wechseln und dann erst merken, mit wie viel mehr Ernsthaftigkeit wir uns dem Thema „Führerschein machen“ stellen. Aber warum wurde das beim Billiganbieter nicht genauso getan? Ganz einfach: Weil es nicht zum wenig glaubhaften Discountpreis möglich ist. Die täglich entstehenden Kosten für uns Fahrschulinhaber sind für alle mehr oder weniger gleich. Wir fahren alle zur selben Tankstelle, zahlen alle die gleichen Leasingkosten für unsere Fahrzeuge, mieten alle Räumlichkeiten zur Einrichtung der Fahrschule, haben alle die gleichen laufenden Kosten für den Betrieb der Fahrschule, zahlen alle unseren Fahrlehrern ein Gehalt und müssen alle Steuern entrichten. Und obwohl wir alle ähnlich hohe Kosten zu tragen haben, schaffen es einige Fahrschulinhaber das alles zum Schleuderpreis zu verticken. Und genau das kann nicht funktionieren! Also muss während der Ausbildung an der ein oder anderen Schraube justiert werden, damit die Kosten doch wieder rein kommen. Vorher drüber gesprochen wird aber nicht, denn das passt nicht zum vorgekaukelten Profi-Dasein

Für uns ist unsere Fahrschule eine Passion…seit inzwischen fast 106 Jahren! Wir sind auch in der vierten Generation stetig auf der Suche nach Wegen der Verbesserung. Wir stellen unseren Fahrlehrern hervorragende Fahrzeuge als Werkzeug für ihre tägliche Arbeit zur Verfügung. Wir möchten, dass das Team jeden Morgen wieder motiviert zur Fahrschule kommt und gemeinsam mit unseren Fahrschülern und Fahrschülerinnen einen tollen Job macht. Wir bieten tatsächlich eine gute Ausbildung, sowohl in Theorie, als auch in der Praxis in einem Zeitrahmen, den hauptsächlich unser Kunde bestimmen darf. Wir sind an jedem Wochentag durchgehend für Sie erreichbar und stehen immer helfend zur Hand. Viele Fahrschüler/innen sind begeistert vom persönlichen Flair und der guten Stimmung in unserem kleinen Unternehmen. Von „familiär“ wir oft geredet und davon, dass man Vertrauen zu uns hat. Wir begleiten unsere Jungs und Mädels bis in die Prüfung…Seite an Seite…bis zum letzten Schritt.

Wir sind von Beginn an ehrlich. Wir erklären Ihnen gerne, dass die Kosten für den gesamten Führerschein nicht nur eine schlichte Addition aller gesetzlich erforderlichen Fahrstunden ist. Tun Sie sich einen großen Gefallen und suchen Sie das Gespräch vor der Anmeldung. Fragen Sie doch mal nach dem gesamten Service! Wie viele Fahrstunden werden denn täglich vergeben? Wie lange muss ich warten, bis ich wieder fahren darf? Ist das alles mit der Anzahl an Fahrzeugen und Fahrlehrern der Fahrschule überhaupt machbar? Wie oft kann ich zum theoretischen Unterricht gehen? Wie hoch ist denn die jährliche Durchfallquote und ist sie schriftlich belegbar? Wie schnell erreiche ich jemanden am Telefon? Nimmt sich der Gesprächspartner auch Zeit für mich? Wie häufig werden Prüfungen terminiert und wie früh muss ich mich dafür registrieren lassen? Werden Sonderfahrten tatsächlich gemacht? Alle diese Informationen und noch mehr sind doch wirklich interessant! Fragen Sie nach, genau so wie sie es beim Kauf eines neuen Smartphones tun. Da kaufen Sie doch auch nicht einfach nur das billigste Produkt, sondern interessieren sich dafür, was es alles kann für’s Geld!

Und zuletzt noch eine Geschichte aus dem wahren Leben:
Eine junge Frau läuft mittags zu Ihrer Mutter und erklärt ihr, dass sie am Abend mit mehreren Freunden einen Club in Frankfurt besuchen möchte. Auf die Frage, wie sie denn dort hin käme, antwortet die Tochter: Entweder im Auto mit Freund „A“ oder im Auto mit Freund „B“. Darauf hin erwidert die Mutter, sie möge bitte dafür sorgen, dass sie im Auto bei Freund „B“ sitze, denn von ihm wisse sie, dass er „beim Baroli“ Führerschein gemacht habe. Mehr Vertrauen kann man uns nicht aussprechen! Herzlichen Dank dafür.

Und darum geht es am Ende. Der Erwerb des Führerscheins ist eine einmalige Angelegenheit im Leben. Wenn man schön drauf aufpasst, dann bleibt er bis ans Ende aller Tage erhalten. Und „Führerschein machen“ ist ein Erlebnis! Genau so wie alle 2 Jahre ein neues Smartphone kaufen…nur eben viel günstiger!